Ein neuer Supermarkt nur für Pakete könnte Probleme lösen

DHL Zusteller
DHL Zusteller

Niemand ist daheim und ein Nachbar spielt Packstation für das komplette Haus. Der DHL-Fahrer klingelt nicht einmal mehr, weil er keine Zeit hat. Das System der Paketzustellung stößt besonders in den Großstädten immer mehr an seine Grenzen. Dabei gäbe es eine Lösung für das Problem.

Bis an die Haustür

Amazon Prime Kunden werden schon am nächsten Tag bedient und sind gar nicht daheim, weil sie auf der Arbeit sind. Das Paket geht wieder zurück und die Fahrt war umsonst. Ist man doch anwesend und wartet auf sein Paket, so findet man mit Glück vielleicht einen Zettel im Briefkasten. Die Zusteller tun mir dabei ebenfalls leid. Ihr Job ist hart, die Kunden meist sauer und die Bezahlung nicht gerade toll. Vor allem müssen sie ihr Auto auch noch irgendwie alle zwei Meter neu parken und durch die Treppenhäuser der Städte die schweren Pakete schleppen. Das ganze System der Paketzustellung klappt auf dem Land besser. Hier stellt der Bote es einfach an den Wunschort auf dem eigenen Grundstück, oder der nette Nachbar nimmt es in der überschaubaren Siedlung an. Städte sind aber sehr viel komplexer, der Stau plagt alle Verkehrsteilnehmer und das Paketaufkommen ist deutlich höher.

An jeder Ecke ein REWE

In Städten gibt es gefühlt alle hundert Meter einen Supermarkt. Edeka, Penny, REWE und die ganze Bande kloppen sich da gefühlt um jede Straßenecke. In einer Stadt hat man es selten weiter als 500 Meter zu einem Supermarkt. Nun will ich die Paketfiliale nicht im Supermarkt sehen, denn dieses Modell gibt es bisweilen schon in kleiner Form. Ich denke seit einiger Zeit eher über ein neues Geschäftsmodell in dieser Hinsicht nach. Es könnte von der Post kommen, oder es könnte ein komplett privates Unternehmen sein. „Wir nehmen dein Paket an.de“. Dieses Unternehmen hat in den Innenstädten selbst Läden, welche so groß wie kleine Supermärkte sind. Man kann sich dort als Kunde anmelden und gegen eine Jahresgebühr werden hier alle Pakete 24 Stunden angenommen. Nun kann ich entweder selbst nach der Arbeit vorbeikommen, oder lasse mir per Wunschzeit das Paket von einem Angestellten bringen. 10 Pakete sind dabei kostenlos und für jedes weitere Paket werden ein paar Euro fällig. Vor allem aber könnte ich auch 24 Stunden mein Paket selbst am Tresen der Filiale abholen. Alle Paketdienste geben hier ab. Hermes, UPS, DPD, DHL und Co. liefern für diesen Kundenstamm direkt an die festgelegte Filiale.

Das Netz entscheidet

Die Kosten für das erste Netz wären nicht gerade günstig. Immerhin müsste man in einer Stadt wie Hamburg überall in der City und außerhalb Flächen anmieten. Man könnte hier als Unternehmen allerdings mit den HotSpots in der City beginnen und sich langsam weiter in die Außenbezirke vorarbeiten. Das System dürfte nun von Kritikern schnell als „klassisches Netz der Post“ angekreidet werden. Es ist ähnlich, aber von einem anderen Unternehmen aufgezogen. Hier können vor allem auch alle Paketzusteller anliefern. Es ist eine Art Hub für alle Dienste und er Kunde erhält per App einfach eine Benachrichtigung „Ihr Paket steht zur Abholung bereit“. DHL, DPD und UPS könnten sich sogar als Investoren hinter so ein Unternehmen stellen. Ist die Last auf einer Filiale zu groß, so lohnt sich die Miete für eine nächste Destination. Der Kunde zahlt für den Service mit einer Jahresgebühr und hat die totale Freiheit. Er kann auch nachts um drei sein Paket abholen. Dafür könnte man eine Art Nachtschalter wie bei Tankstellen einführen. Zudem ist der Laden gut versichert und es braucht nicht viel Personal. Zwei, drei Menschen am Tresen vorn und im Hintergrund packen Studenten die Pakete in die richtigen Regale.

Ein Supermarkt für Pakete

Die Idee ist ziemlich simpel und vergleichbar mit einer Packstation von DHL. Allerdings erweitert man das Konzept der Packstation um eine echte Fläche, weil die Packstationen viel zu klein sind. Man bekommt hier einfach nicht die Masse an Paketen von allen Zustellern für ein ganzes Viertel unter. Stattdessen nutzt man das Netz einer klassischen Supermarktkette und bietet einen eigenen Service an. Das entlastet die Fahrer, gibt den Kunden neue Möglichkeiten und der Weg zum eigenen Paket ist nie weiter als 500 Meter. Wahrscheinlich könnte DHL so ein Projekt gar nicht gut entstehen lassen, weil ein Privatunternehmen einfach Kooperationen mit allen Zustellern eingehen könnte. Die alte Omi bekommt dann bis zu zehn Pakete pro Monat kostenlos mit Wunschzeit nach Hause gebracht. Dafür kann man dann Fahrräder mit Elektroantrieb ansetzen. Lediglich die Kosten für erste Filialen mitten in den Städten wären teuer. Danach ist die Idee ein ziemlicher Selbstläufer für alle Innenstädte. „MyPaket.de“ könnte so ein Service lauten.

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Seit 2005 im Netz unterwegs und vertraut mit smarten Gadgets. Nutzt dennoch auch noch gern das klassische Festnetz für Gespräche. Vorliebe für den Bereich Smart Home und auch aktiv für das Smart Living Blog von E WIE EINFACH.

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