Mein neues Leben mit einer Smartwatch – Huawei Watch 2

Huawei Watch 2 Smartwatch
Huawei Watch 2 Benachrichtigung

Was ist eine Smartwatch genau? Wofür braucht man ein solches Gadget überhaupt? Sinnlose Spielerei, oder doch die Zukunft für das Handgelenk. Es gibt dutzende Testberichte zur Huawei Watch 2, aber ich wollte so eine Smartwatch einmal im echten Alltag ausprobieren.

14 Tage mit der Huawei Watch 2

Ich bin ein großer Freund von klassischen Uhren und bin gleichzeitig ein Nerd in Sachen Gadgets. Es gibt viele Meinungen zum Thema Smartwatch und noch mehr Testberichte und Spezifikationen. Eine Uhr ist allerdings kein einfaches Gadget. Man trägt sie täglich, duscht gar damit und irgendwann gehört sie fast zum eigenen Körper. Dabei sind klassische Armbanduhren auch sehr wartungsarm. Alle paar Jahre die Batterie wechseln und von Sommerzeit auf Winterzeit und zurück umstellen. Smartwatches dagegen müssen geladen werden, haben nur minimale Eingabemöglichkeiten und ihr Sinn und Zweck kann sehr vielfältig sein. Diese Geräteklasse ist noch längst nicht im Massenmarkt angekommen. Meine Mutter hat mittlerweile ein Smartphone, aber sie hat halt noch keine Smartwatch. Mich interessieren daher in diesem Bericht keine technischen Daten zu Uhr. Mir ist die Auflösung des Displays vollkommen egal. Wie hat sich die Smartwatch bei mir im Alltag geschlagen?

Man muss sie einfach tragen

Anfangs war ich noch ein wenig überrascht von den vielen Benachrichtigungen und Features. Theoretisch kann man ja sogar mit der smarten Uhr telefonieren. Das würde ich nie tun! Total affig mit der Uhr zu reden in der Öffentlichkeit. Nach 14 Tagen habe ich sogar dieses Feature zu schätzen gelernt. Den Sohnemann auf dem Arm und ein wichtiger Anruf kommt rein? In dieser Situation habe ich dann wirklich über meine Smartwatch telefoniert und es war praktisch. Vor allem aber sieht man den Anrufer sofort im Display auf der Uhr und kann sich ohne Griff in die Hosentasche entscheiden. Wichtiger Anruf, oder lasse ich das Telefon in der Tasche? Meine Denke hat sich auch komplett verändert. Ich trage überhaupt keine Smartwatch. Der Begriff ist irreführend. Ich trage hier keine „Uhr“ mit smarten Funktionen. Es ist anders. Man trägt viel eher ein Benachrichtigungscenter des Smartphones am Handgelenk, welches nebenbei auch die Uhrzeit anzeigen kann. Daher stört es mich auch nicht mehr das Gadget alle zwei Tage zu laden. Man trennt sich mit jedem Tag mehr vom Gedanken der Uhr. Es wäre auch überhaupt nicht mehr wichtig, dass die Huawei Watch 2 keinen Saft mehr hätte. Dann hätte ich die Uhrzeit dennoch auf dem Smartphone. Der Vergleich zur Batterielaufzeit einer klassischen Uhr hinkt da total. Es ist keine smarte Uhr, sondern das Benachrichtigungscenter des Smartphones mit ein paar Zusatzfunktionen.

Aufladen und nutzen der Smartwatch

Mittlerweile lade ich die Smartwatch so alle zwei Tage. Kurz abgelegt und nach einer Stunde trage ich sie dann wieder fast komplett aufgeladen. Es ist nicht nötig, aber ich möchte es nicht mehr missen. Ich schaue immer und überall auf mein Telefon. Die Huawei Watch 2 hat hier wirklich meinen Alltag verändert. Ich schaue abends fern und werfe ab und zu einen Blick auf die Uhr. Das Smartphone liegt dabei weit weg auf dem Schreibtisch. Generell wurde mir die Trennung meines Smartphones in den zwei Wochen wirklich bewusst. Ich habe es nicht mehr permanent am Mann, weil mich die Uhr drahtlos über eingehende Mails, Twitter-Benachrichtgungen, WhatsApp und Co. informiert. So kann man das Smartphone auch ruhig einmal in der Jackentasche stecken lassen. Nur am Anfang habe ich mit den hübsch animierten Zifferblättern gespielt. Schnell wollte ich eine funktionale Anzeige, welche ein wenig an das Design der alten Casio-Uhren erinnert. Das ist übrigens ein Kritikpunkt. Natürlich muss jede Smartwatch Strom sparen und daher wird das Display bei Inaktivität ausgeschaltet. Normalerweise erkennen die Sensoren in der Uhr nun meine Handbewegung und schalten es wieder ein, damit ich schnell Uhrzeit, Schrittzähler und Puls sehen kann. Das klappt aber im Alltag nicht immer auf Anhieb. Man führt diese Bewegung also dann mehrmals aus, oder drückt einen der zwei Knöpfe an der Seite. Da ist noch Raum für Optimierung drin. Es ist allerdings auch sicher nicht einfach für die Entwickler. Wie soll man diese eine Bewegung von allen anderen Bewegungen richtig unterscheiden können? Da kommt die Software irgendwann auch an ihre Grenzen.

Huawei Watch 2 - Smartwatch

Huawei Watch 2

Fitness mit der Smartwatch

Ich bin kein großer Sportler. Daher nutze ich diese ganzen Traning-Apps nicht und bin über den Schrittzähler glücklich. Irgendwie hat es mich dann irgendwann doch angespornt die 10.000 Schritte pro Tag zu erreichen. Es gibt hier noch allerlei mehr Apps für Jogger, Radfahrer und Sportler, doch für mich sind diese Funktionen eher überflüssig. Ich mag diese leichte Vibration an meinem Handgelenk. Irgendwas ist auf meinem Smartphone eingegangen. Ich kriege auf der Uhr eine Vorschau dazu. Ich kann damit sogar Mails anlesen, WhatsApp-Nachrichten kurz überfliegen und so in meinem Kopf filtern. Das ist für mich in meinem Alltag voller Social Media wirklich ein Gewinn. Über das Mikrofon kann ich Google Fragen stellen und kriege sofort den Artikel dazu auf der Uhr angezeigt. Das ist ebenfalls ein praktisches Feature.

Würde ich eine Smartwatch weiter nutzen?

Das war für mich die größte Überraschung. Ich habe diesen smarten Begleiter irgendwann ganz normal in meinen Alltag integriert. Es ist für mich normal geworden, dass ich meine Uhr ans Ladegerät hängen muss. Die Vorteile überwiegen und schenken mir auf eine gewisse Art und Weise mehr Ruhe. Ich kann mit meinem kleinen Sohn spielen und werde über das Display am Handgelenk informiert. Dabei muss ich nicht mehr das Smartphone immer in Griffweite haben. Ich kann sogar Mails lesen, sehe Fotos und kann auf Nachrichten vom Facebook-Messenger einfach mit einem „Daumen hoch!“ antworten. Das sind viele kleine Dinge, welche aber in ihrer Gesamtheit für mich mittlerweile mehr zählen als eine klassische Armbanduhr mit echten Zeigern und schönen Ziffern. Lediglich Android Wear steckt als Betriebssystem noch immer gefühlt in den Kinderschuhen. Hier muss auch bei den App-Anbietern noch sehr viel mehr optimiert werden. Vielleicht ist gar am Ende auch das quadratische Displaydesign für so ein Gadget wirklich sinnvoller. Zwar sieht ein rundes Zifferblatt mehr nach einer Uhr und damit hübscher aus, aber eine Smartwatch ist im Kern eigentlich gar keine Uhr. Die Zeitanzeige ist wirklich ein klitzekleines Feature und fast überflüssig.

HUAWEI WATCH 2 (4G) Smartwatch mit orangem Sportarmband (SIM-Unterstützung, NFC, Bluetooth, WLAN, Android Wear™ 2.0)...
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Seit 2005 im Netz unterwegs und vertraut mit smarten Gadgets. Nutzt dennoch auch noch gern das klassische Festnetz für Gespräche. Vorliebe für den Bereich Smart Home und auch aktiv für das Smart Living Blog von E WIE EINFACH.

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  • Oren

    Eines der Dinge, die die Uhr am besten ist, ist Funktion als Aktivitätsverfolger (a la Fitbit und Co). Wenn Sie die eingebaute Daily Tracking App öffnen, werden Sie mit einer Tonne Daten begrüßt, die sehr schön angelegt ist.